Südlich von Leogang, im Bezirk Zell am See, Salzburg, Österreich befindet sich am Nöckelberg im Schwarzleotal eine bis in das Jahr 1919 beschürfte Lagerstätte auf polymetallische Sulfiderze. Durch das Vorkommen von Kobalt ist der Nöckelberg auch heute wieder in den Fokus der Rohstoffindustrie gerückt. Wir betreuen das australische Unternehmen High Grade Metals von Anbeginn des Projektes bei der Zusammenstellung von Grundlagendaten, über Grundeigentümer- und Behördenbesprechungen, der Zusammenstellung des Explorationsprogrammes und der behördlichen Einreichunterlagen, der Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Betreuung der Bohrungen bis hin zur Berechnung der möglichen noch vorhandenen Erzreserven in der Lagerstätte.

Geologische Erkundungsarbeiten

Dazu wurde im Jänner 2018 eine umfangreiche Vorerkundungs-Studie mit montanhistorischen, mineralogischen, geologischen und bergbaurelevanten Themenblöcken angefertigt. Zusätzlich erfolgten bereits erste Beprobungen von Gesteinsbruchstücken der Abraumhalden und deren Analyse in einem externen Labor. In der Studie ist ein Vorschlag zu einem umfangreichen Arbeitsprogramm enthalten. Basis der Untersuchungen bildet eine geologische Kartierung auf einer Fläche von ca. 110 ha (Lithologie, Geomorphologie, Strukturgeologie, Quellkartierung, etc), worauf ein bodengeochemisches Untersuchungsprogramm aufgebaut wird. Ca. 360 Bodenproben wurden in einem Raster von 50 m x 50 m entnommen und zur Analyse an ein externes Labor versendet. Ein begleitendes hydrogeologisches Monitoringprogramm der Quellen (Messung von Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit, Schüttung) wird ebenso durchgeführt.

Bewachsener Aufschluss

Aufschluss eines Flaserdolomits im Gelände

Geophysikalische Untersuchungen

Für die Untergrunduntersuchungen wurde ein geophysikalisches Messprogramm gemeinsam mit unserem Partner Dr. Rainier Arndt erstellt. Mit Hilfe einer flächendeckenden Magnetik sowie Messprofilen, an denen Geoelektrik, SP (Self Potential) und IP (Induced Polarization) gemessen wurden, werden die im Untergrund vorhandenen Strukturen (tektonische Flächen, vererzte Gesteinskörper) kartiert.

Messwagen

Geophysikalische Feldmessungen – Geoelektrik

Darstellung der Ergebnisse als 3D-Modell

Aufbauend auf diese Datenlage wird ein geologisches 3D-Modell mit der Software Leapfrog Geo erstellt, welches die Basis für die Planung der Bohrungen darstellt. Insgesamt sollen in dieser ersten Phase Kernbohrungen niedergebracht werden. Die Kerne werden lithologisch und geotechnisch kartiert. Die aussagekräftigsten Bereiche werden einem externen Labor zur Analytik der relevanten Metalle Kobalt, Kupfer und Nickel zugeführt. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen gehen direkt in die Berechnung der vorhandenen möglichen Reserven der Lagerstätte am Nöckelberg ein.

Leapfrog Modell

Darstellung des 3D-Modells vom Nöckelberg, erstellt mittels Leapfrog Geo

Weitere Explorationsschritte

Für eine weiterführende Prospektion innerhalb der Grauwackenzone im Großraum Leogang erfolgte im gesamten Schwarzleotal eine Beprobung der Bachsedimente der Zubringerbäche zum Schwarzleobach, um Hinweise auf mögliche weitere Erzvorkommen in einem größeren regionalen Kontext zu erlangen.

Permische Brekzie im Aufschluss

Stück eines Bohrkerns

Freischürfe

Erzhandstücke von der Ottenthaler Halde