In den letzten Jahren hat sich der Zustand des Waldes im alpinen Bereich verändert. Klimatisch bedingte Einflüsse oder Schädlinge wirken sich negativ auf die Struktur des Waldbestandes der montanen bis subalpinen Höhenstufe aus. Somit kann der Wald seine schützende Funktion gegen gravitative Prozesse nicht mehr erfüllen. Daraus folgt, dass vermehrt Steinschlagereignisse auftreten, die bis in den Siedlungsraum vordringen und eine Gefahr für Personen darstellen.

 

Fehlende Waldstruktur unterhalb einer Felswand bietet eine „optimale“ Sturzbahn für Steinblöcke

 

Um den Lebens- und Siedlungsraum vor potenziellen Schadereignisse zu schützen, ist es nötig eine Begutachtung, Analyse und Auswertung drohender Gefahr durch gravitative Prozesse durchzuführen. Dabei wird nach Aufnahme und Dokumentation des Anbruchbereiches, der Transit- und Ablagerungszonen eine Steinschlagmodellierung im 2- bzw. 3-dimensionalen Raum durchgeführt. Als Ergebnis bekommt man Auskunft über die möglichen Falllinien (Trajektorien) sowie den energetischen Verhältnisse der Sturzblöcke. Mit dieser Grundlage können nachfolgend Maßnahmen zur Sicherung des Lebensraum geplant werden.

 

Ergebnis einer Steinschlagmodellierung mit einer kategorisierten Darstellung der Sturzbahnen.